quarta-feira, 30 de maio de 2012

Hydrodynamik im Bierglas endlich geklärt

Eugene Benilov ist geborener Russe, besäße er nicht bereits die irische Staatsbürgerschaft, so würde ihn zumindest seine letzte Forschungsarbeit für den Erhalt einer solchen qualifizieren: Der Mathematiker von der University of Limerick hat nämlich ein Rätsel gelöst, das dem inoffiziellen irischen Nationalgetränk "Guinness" seit Jahrzehnten anhaftet.
Wie vielen seiner Landsleute ist auch ihm aufgefallen, dass die Bläschen im (für den malzgewohnten mitteleuropäischen Gaumen bitter-herb schmeckenden) Stout kurz nach dem Zapfen verrückt zu spielen scheinen. Während sich der Schaum absetzt, sinken sie, anstatt zu steigen (siehe Video). Was nach Archimedes unmöglich sein sollte, da die umgebende Flüssigkeit eine viel höhere Dichte besitzt.
Wie Benilov mit zwei Kollegen in einer Studie schreibt, setzt sich des Bierproblems Lösung aus zwei Teilen zusammen. Erstens: Das aus Kohlendioxid und Stickstoff bestehende Gas ist zwar leichter als das Bier, doch der Absetzvorgang löst eine ringförmige Strömung aus, die die Bläschen im äußeren Bereich, also nahe der Glaswand, nach unten befördert. Zweitens: Diese Strömung entsteht nur dann, sofern sich das Glas - wie beim typischen irischen Pint - nach unten hin verjüngt. Bei bodenwärts breiter werdenden Gläsern kehrt sich laut Benilov die Rotation um. Auch wenn der Mathematiker im Rahmen seiner Analyse keine österreichischen Brauerzeugnisse untersucht hat, darf man vermuten: Die Erkenntnis wird auch für helle Märzenbiere zutreffen. Weitere Informationen.

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